1. Hockey-Damen
Regionalliga Nord
Feldsaison 2009/10:

Nächstes Spiel: 2. BUNDESLIGA
 

Spielberichte:

CzV Bremen- MTHC 2:2 (1:0)

Die Ausgangslage war klar: Der MTHC musste in seinem letzten Saisonspiel in Bremen punkten, um den Aufstieg zu sichern. Das Spiel war auf recht ansehnlichem Damenhockeyniveau angesiedelt, mit unterschiedlichen taktischen Vorgaben der Kontrahenten: Marienthal setzte auf Kurzpassspiel und eine geschlossene, engagierte Mannschaftsleistung, während der Club zur Vahr sich auf seine starken Individualisten verließ. Beide Konzepte waren dabei erfolgreich, so dass die Zuschauer (viele aus Hamburg mitgereist) ein spannendes Spiel mit vielen Torraumszenen zu sehen bekamen. Dem MTHC gehörte dabei die 1. Chancen, doch es waren die Gastgeberinnen, die die nach einem Ausball in den Kreis geschlagene Kugel unhaltbar für Sophie Borkel im Gästetor abfälschten. Marienthal zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glaubte weiter an die eigene Stärke und die Chance, historisches erreichen zu können. Nach der Pause meldeten sie sich dann auch schnell zurück. Katharina Kappus, die ob ihrer zahlreichen, denkbar knapp vergebenen Chancen von den Zuschauern schon liebevoll Poldi genannt wurde, setzte sich wieder ein mal durch und schob die Kugel unter der Keeperin hindurch Richtung Tor. Janna Cordes war es dann, die dem Ball den letzten Stoß über die Linie gab und so die offizielle Torschützin des 1:1 wurde. Wenig später setzte sie dann noch einen drauf und erhöhte auf 2:1, in einer Phase, in der von den Bremerinnen nicht mehr viel zu sehen war. Dafür allerdings zu hören, denn gegenseitige Schuldzuweisungen wurden direkt auf dem Platz kommuniziert. Eine gelbe Karte gegen die stark spielende Sabine Kliemchen machte es dann doch noch mal spannend. Nach mehreren Ecken und einem von Borkel lässig mit der Schulter gehaltenen 7m, gelang den Bremerinnen dann doch noch der Ausgleich durch eine direkt verwandelte Strafecke. Die Schlussminuten in Unterzahl waren die nervlich wohl anstrengendste Phase des Spiels für die MTHC Bank, wenngleich Club zur Vahr zu keiner weiteren Chance kam. Trotzdem löste der Schlusspfiff, der den erstmaligen Aufstieg einer MTHC Damenmannschaft in die 2. Bundesliga besiegelte, einen emotionalen Feiermarathon aus, der durch die Nachricht des Aufstiegs der 2. Damen am späteren Nachmittag noch verstärkt wurde. Das Spiel fasste der Club zur Vahr Trainer später treffend zusammen, als er seinem Team erklärte, es hätte zwar gut gespielt, aber heute "gegen eine echte Mannschaft verloren!"

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Schreiner,  Kliemchen, Rausch, K. Martens, Gienapp, Egbring, Zörnig, Mattes, Führer,  Klooß,  Kappus, Cordes (2 Tore), Stritz

 

TGH - MTHC 1:3 (0:1)

Die Tabellensituation ließ die Zuschauer vor der Begegnung zu Recht auf eine spannende Partie hoffen, denn der Sieger dieser Begegnung würde einen großen Schritt Richtung Zweitligaaufstieg machen. Dementsprechend motiviert gingen beide Teams zur Sache, wobei der Gast aus Marienthal die Fäden früh in die Hand nahm. Die Kugel wurde klug in den eigenen Reihen gehalten und kontrolliert nach vorne gespielt, während Heimfeld sich laufintensiv bemühte, die Räume dich zu schieben. Der MTHC kam dann zu seiner 1. Strafecke, die Pernilla Rausch zum frühen 1:0 nutzen konnte. Das sollte Sicherheit geben, und das tat es auch. Marienthal kontrollierte das Geschehen und kam durch Katharina Kappus und Janna Cordes zu weiteren Torchancen, die jedoch ungenutzt blieben. Heimfeld spielte ebenfalls gut und löste sich immer wieder durch Einzelaktionen aus der MTHC Umklammerung. Spätestens an der Viertellinie war dann aber Schluss mit den Angriffsbemühungen der Heimmannschaft, die sich dann regelmäßig in der vielbeinigen MTHC Abwehr festrannte. In Halbzeit 2 das gleiche Bild: MTHC hatte mehr Ballbesitz und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne, scheiterte dabei aber an der erneut starken Heimfelder Torhüterin oder den fehlenden entscheidenden Zentimetern bei Hereingaben von außen. Als dann Kappus Treffer zum 2:0 von den Schiedsrichtern nicht gegeben wurde, begann man sich ob der zahlreichen vergebenen Torchancen auf der MTHC Bank schon Sorgen zu machen. Doch ein Doppelpack von Kappus und Cordes innerhalb von nur 60 Sekunden beendeten alle Spekulationen über eine mögliche spannende Schlussphase des Spiels. Am Ende leistete sich die MTHC Abwehr dann doch noch einen Bock, als ein Abschlag direkt in den Schläger der ersten wartenden Heimfelder Stürmerin gespielt wurde. Die nachfolgende Überzahl führte zum Ehrentreffer des Gastgebers und zum 3:1 Endstand aus Sicht des MTHC. Diesem reicht nun ein Unentschieden beim letzten Saisonspiel  in Bremen nächsten Sonntag.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Schreiner,  Kliemchen, Rausch (1 Tor), K. Martens, Gienapp, Egbring, Deicke, Mattes, Führer,  Klooß,  Kappus (1), Cordes (1), Stritz

MTHC - UHC 2 4:1 (2:1)

Im letzten Saisonheimspiel trennten sich die MTHC Damen und der Tabellenführer UHC 2 mit 4:1. Schon am Tag zuvor hatte Club zur Vahr Bremen überraschend ihr 2. Spiel in Folge verloren, so dass der MTHC mit einem Sieg punktgleich sein würde. Mit einer personell bedingten, taktischen Umstellung wurde der Tabellenführer offensichtlich überrascht, den die ersten Spielminuten gehörten klar dem Heimteam. Erst ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld spielte den Gästen dann aber in die Karten und führte zur ersten Strafecke, die im Nachschuss zur 1:0 Führung des Favoriten genutzt wurde. Der MTHC zeigte sich aber keineswegs geschockt, sondern kam wenige Minuten später durch Valerie Borkel zum Ausgleich. Die Partie entwickelte sich nun zu Gunsten des Tabellenvierten, was den UHC dazu veranlasste, eine Auszeit zu nehmen. Diese war angezeigt und vom Schiedsrichter auch schon angemeldet worden, jedoch durfte MTHC natürlich zuvor noch seine zweite Strafecke ausführen. Hierbei zeigte sich Janna Cordes hellwach, als sie die vom Torwart abprallende Kugel zur 2:1 Führung über die Linie drückte. Nach der Auszeit des UHC wurde das Spiel wieder offener und auch die Gäste kamen zu Torchancen, vor allem durch Strafecken, die Borkel im Tor jedoch zu entschärfen wusste. Nach der Halbzeit hatten sich alle schon auf ein weiteres Anrennen der Uhlen eingestellt, doch es kam zunächst anders: Katharina Kappus nutzte eine Nachschussgelegenheit zur 3:1 Führung, nachdem Kathrin Martens die Torhüterin zur Parade gezwungen hatte. Und es sollte noch dicker für die Gäste kommen. V. Borkel markierte ihren zweiten Treffer zum 4:1. UHC versuchte zwar weiterhin alles, scheiterte aber an der ob der heißen Temperaturen beachtlichen Defensiv - Laufleistung des Gegners. Und Pech kam dann auch noch dazu, als ein schöner Stecher nur gegen den Innenpfosten, aber nicht über die Linie des Heimtors gelangte. Nach den Schlusspfiff freuten sich die Marienthalerinnen über einen verdienten, wenngleich vielleicht ein wenig zu hohen Sieg und der neutrale Hockeyfan über die einmalige Tabellenkonstellation mit 3 punktgleichen Teams, die um den Aufstieg spielen.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Schreiner,  Kliemchen,  K. Martens, Gienapp, Egbring, Deicke, Mattes, Führer,  Zörnig, Klooß,  Kappus (1 Tor), Cordes (1), V. Borkel (2)

 

Hannover 78 - MTHC 2:2 (2:1)

Auch beim zweiten Spiel des Doppelwochenendes gingen die Gäste aus Hamburg konzentriert zu Werke, so dass ihnen die ersten Minuten der Partie gehörten. Alles schien nach Plan zu laufen, Hannovers Angriffsbemühungen wurden früh unterbunden und im Gegenzug einige gefährliche Aktionen im Kreis eingeleitet. Das erste Tor des Tages fiel allerdings überraschend auf der anderen Seite. Nach einer Unachtsamkeit im MTHC Mittelfeld gelangte die Kugel zur 78 Stürmerin, die die erste Strafecke rausholte. Den Schlag konnte Sophie Borkel im Tor zwar noch abwehren, den Nachschuss vollstreckte Hannover 78 aber sehenswert unter die Latte zur 1:0 Führung. Wenig später dribbelte sich Elisa Deicke in den gegnerischen Schusskreis und kam zum Abschluss. Ihre Schlag fälschte Janna Cordes zum vermeintlichen 1:1 ab, doch als alle schon jubelten entschied der Schiedsrichter, dass Cordes die Kugel mit dem Fuß berührt haben soll. Das hatte er allerdings als einziger gesehen, denn auch von Seiten der Hannoveranerinnen kamen vor dem erwarteten Torpfiff keine Proteste. Danach entwickelte sich eine offene 1. Halbzeit, bei der Marienthal 5 Minuten nach dem nicht gegebenen Tor doch noch zum verdienten Ausgleich kam: Carolin Egbring hatte einen Freischlag der Hausdamen abgefangen und Cordes in Szene gesetzt. Ihren Schuss konnte die Keeperin noch halten, aber bei Katharina Kappus wuchtigem Rückhandnachschuss war sie machtlos. Doch während sich auf der MTHC Bank langsam das Gefühl breit machte, das Spiel schon gedreht zu haben, wurde sie von den wacker kämpfenden 78erinnen eines besseren belehrt: Einer der spürbar weniger werdenden Konter führte zu einer weiteren Strafecke, bei der sich Marienthal wie in einer Wiederholungsschleife vorkam: Den Schuss nach Ableger nach rechts hielt Kappus auf der Linie, beim Nachschuss war sie aber machtlos. Mit 2:1 ging es dann für die gegen den Abstieg kämpfenden Gastgeberinnen in die Pause. Nach dieser sahen die Zuschauer nur noch ein Spiel auf ein Tor. Und zwar das von Hannover 78. Nahezu jeder Abschlag wurde abgefangen, doch zählbares kam dabei nicht heraus. Auch die 5-Minütige Unterzahl nach gelber Karte gegen Kappus machte sich kaum bemerkbar. 78 konnte einfach kein Spiel mehr nach vorne Entwickeln und MTHC scheiterte an der dichten Abwehr. Dann bekamen die Gäste aus Hamburg in der 62. Minute ihre erste Strafecke zugesprochen, die jedoch am Tor vorbeistrich. Die 2. dieser Standartsituationen nutze Kathrin Martens dann mit einem Flachschlenzer zum erlösenden 2:2 fünf Minuten vor dem Ende. Doch der MTHC wollte nun auch den Sieg und kam zu einer weiteren Strafecke. Die nicht perfekt gespielte Variante wurde von Kappus beinahe zur freistehenden Cordes improvisiert, die nur noch ins leere Gehäuse hätte einschieben müssen, doch Franziska Mattes, die eine starke Partie spielte, hielt ihre Rückhand dazwischen und verhinderte so unabsichtlich den Siegtreffer. 78 verdiente sich mit Fleiß diesen Punkt, während der MTHC am Ende des Tages aufgrund der Niederlage des Club zur Vahr noch von einem Punktgewinn sprechen kann.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Gnekow, Rausch,  Kliemchen,  K. Martens (1 Tor), Gienapp, Egbring, Deicke, Mattes, Führer,  Zörnig,  Kappus (1), Cordes, Stritz

Alster 2 - MTHC 0:2 (0:0)

Im Hinspiel gelang MTHC Stürmerin Katharina Kappus bereits nach 34 Sekunden der Führungstreffer und beinahe wäre dies auch im Rückspiel gelungen: Den ersten Angriff der Gäste flankte Franziska Mattes gegen den Pfosten und die lauernde Kappus verpasste nach 28 Sekunden die Kugel nur knapp. Danach entwickelte sich ein gutes Spiel, bei dem der MTHC mehr Spielanteile hatte und früh ihren Siegeswillen demonstrierte. Bei bestem Wetter konnte Alster bei ihren wenigen Angriffen nur selten andeuten, warum sie in den letzten Wochen so viele Punkte geholt hatten. Die umsichtige Abwehrreihe mit einer starken Lisa Steppat ließ kaum Chancen zu, konnte im Gegenzug aber mit den Außenverteidigerinnen, besonders über die rechte Seite mit Sabine Kliemchen, immer wieder gefährliche Sturmläufe einläuten. Dennoch blieb es zur Halbzeit beim 0:0. "Alles was fehlt, ist ein Tor" stellte Coach Dose dann auch fest, der nicht viel an der Leistung seines Teams auszusetzen wusste und seine Damen früh wieder aufs Feld zurückschickte. Kathrin Martens erlöste ihr Team dann nach einem natürlich über rechts eingeleiteten Angriff mit dem 1:0. Ihren Schrubber aus der Kreismitte ins rechte Toreck sah die ansonsten stark haltende Heimkeeperin wohl zu spät, so dass die Gäste sich endlich für ihre engagierte Leistung belohnten. Die kurze darauf folgende Drangphase der Bundesligareserve des DCadA überstanden die MTHC Damen sicher, weil sie auf ihre "obligatorischen, chaotischen 5 Minuten" verzichteten und stattdessen Ballgewinne gekonnt behaupteten. Auch die zahlreichen Strafecken des Heimteams wurden sichere Beute des MTHC, die im gesamten Spiel übrigens keine einzige Ecke zugesprochen bekamen, was angesichts der Feldüberlegenheit doch überraschte. Als man dann schon merkte, dass Alster etwas den Mut verlor, erzielte Kappus dann doch noch ihr Tor: In typischer "Katze" - Manier fing sie einen schwach zurück gespielten Abschlag (!) ab und vollstreckte diesen direkt mit der argentinischen Rückhand ins Gehäuse des Gastgebers. Am Ende ein hochverdienter 2:0 Sieg für die Damen des MTHC, die laut Coach Dose eine ihrer besten Saisonleistungen gezeigt haben.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Gnekow, Rausch,  Kliemchen,  K. Martens (1 Tor), Gienapp, Egbring, Deicke, Mattes, Führer,  Zörnig,  Kappus (1), Cordes, V. Borkel

MTHC - DHC 2:0 (1:0)

Die Heimmannschaft wollte das peinliche 0:4 aus der letzten Woche vergessen machen und ging von Beginn an konzentriert zu Werke. Früh wurden die erwarteten langen Schläge der weiterhin durch Verletzungspech geplagten Gäste abgefangen und dann absprachegemäß ersteinmal in den eigenen Reihen gehalten. Hannover begann zunächst etwas defensiver und lauerte auf Konter. Marienthal bestimmte das Spielgeschehen und tastete sich kontinuierlich näher an das Gästetor heran. Während die ersten beiden Strafecken für den MTHC noch abgewehrt werden konnten, drückte Pernilla Rausch die 3.  dieser Standartsituationen zum 1:0 über die Linie. Die Stechervariante war eigentlich schon missglückt, doch als es den DHC Damen nicht gelang, die Kugel zu klären, reagierte Rausch am schnellsten. Daraufhin ging der Tabellenletzte aus Hannover etwas offensiver zu Werke, kam aber in Halbzeit eins zu keiner ernsthaften Torchance. Halbzeit 2 begann aus Sicht der Hausdamen optimal. Noch in der 1. Spielminute gelangte eine feine, "argentinisch" geschlagene Flanke von Kathrin Martens zum Janna Cordes, die die Gästekeeperin klug ausguckte und zum 2:0 einschob. Nun wurde das Spiel etwas hektischer, blieb aber jederzeit fair. Hannover gelang es das ein oder andere Mal, Unachtsamkeiten des MTHC Aufbaus auszunutzen, scheiterte aber bei ihren Torchancen an Sophie Borkel im MTHC Tor, die alleine mindestens 5 Ecken entschärfte. Im Gegenzug hatten die Hamburgerinnen ebenfalls noch Chancen durch Strafecken und auch aus dem Spiel heraus. Die klarste davon vergab Franziska Mattes, die nach einem Konter von Cordes in Szene gesetzt wurde. Ihre Direktabnahme verfehlte das leere Tor jedoch knapp und traf nur den Pfosten. Nach dem Abpfiff freute sich MTHC Coach Dose darüber, dass seine Mannschaft vorerst nicht nach unten schauen muss, während Betreuer Barth trocken feststellte: "3 Punkte sind 3 Punkte".

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Gnekow, Rausch (1 Tor),  Kliemchen,  K. Martens, Gienapp, Egbring, Klooß, Mattes, Führer,  Zörnig,  Kappus, Cordes (1), V. Borkel

BHC - MTHC 4:0 (3:0)

Schon mit dem ersten Angriff gelang den motivierten Gastgeberinnen das 1:0. Nur wenig später kamen die Bremerinnen erneut völlig frei vom Kreisrand zum Schuss und brachten die total indisponiert auftretenden Marienthalerinnen mit 2:0 in Rückstand. Der MTHC fing sich dann zwar etwas, im Spiel nach vorne wollte ihm aber weiterhin gar nichts gelingen. Kam man doch mal vor das Bremer Tor, vergab man überhastet. Folgerichtig nutze der BHC die unerwartete Marienthaler Schwäche zum 3:0 nach einem Konter, bei der MTHC Schlussfrau Borkel keine Chance im 1:1 gegen die BHC Stürmerin hatte. In der Halbzeit gab es nur große Fragezeichen auf den Gesichtern der Hamburgerinnen. Trotz des Ziels, zumindest die zweite Hälfte zu gewinnen, ging es in Durchgang 2 denkbar schlecht für die Gäste los. Bremen fing ein schlampiges Abspiel mal wieder ab und spielte die entstandene Überzahlsituation routiniert aus, bis Borkel sich erneut im 1:1 geschlagen geben musste. Eine taktische Umstellung nach diesem 4:0 sorgte zumindest für etwas mehr Druck auf das Gastgebertor, aber die wenigen Chancen wurden weiterhin kläglichst vergeben. So jubelten am Ende die Bremerinnen über ihren auch in dieser Höhe absolut verdienten Sieg, während auf der MTHC Bank einige Emotionen abgebaut werden mussten. "Wir sind zu lieb, untereinander und zum Gegner" war der einhellige Tenor nach dieser kleinen Kriesensitzung. Am Sonntag gegen den Tabellenletzten, aber stets gefährlichen DHC Hannover wird man sehen, in welche Richtung die Reise der MTHC Damen in dieser Saison gehen wird.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Schreiner, Rausch,  Kliemchen,  K. Martens, Gienapp, Egbring, Klooß, Führer,  Deicke,  Kappus, Cordes, Stritz

MTHC - CzV Bremen 1:1 (1:1)

Das Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Bremen stand zu jederzeit auf des Messers Schneide und war bis zur letzten Sekunde wahnsinnig spannend anzusehen. Marienthal setzte dabei den ersten Höhepunkt bereits nach 30 Sekunden, als Katharina Kappus eine schöne Ablage von der mit dickem, blauen Auge spielenden Janna Cordes nach dem 1. Angriff ins leere Bremer Tor zur 1:0 Führung bugsierte. Die Gäste aus Bremen waren wohl noch nicht richtig wach, denn wenig später hätte Kathrin Martens das 2:0 machen müssen, sie scheiterte aber aus 2m an einer auf der Linie stehenden Bremer Feldspielerin, die den zu laschen Schuß aus kurzer Distanz an den Schläger bekam. Dann kam Bremen etwas besser ins Spiel und nutze neben ihrer individuellen Klasse einige Unaufmerksamkeiten der MTHC Hintermannschaft zu dicken Chancen. Sie scheiterten jedoch entweder an der heute glänzend aufgelegten Sophie Borkel im Tor, oder schafften es nicht, die Kugel ins leere Tor zu schießen. Die leider derzeit bei den Gastgeberinnen obligatorischen "grausamen fünf Minuten" (Coach Dose), in denen Marienthal um den Ausgleich bettelte und gleich mehrere Ab- und Freischläge direkt an der ersten Gegenspielerin verloren, nutzen die Gäste dann zum verdienten Ausgleich. Halbzeit 2 lieferte zwar keine Tore mehr, aber gleich mehrere Aufreger. Das Spiel war nun ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Wenn es den Gästen gelang, sich durchzudribbeln, wurde es oft gefährlich, allerdings versäumten es die Bremerinnen oftmals, die besser postierte Mitspielerin zu sehen, was nun auch untereinander zu erheblichen Spannungen führen zu schien. Kurz, es wurde laut innerhalb der Bremer Mannschaft und auch die Dauerbeschallung von Außen gegen alles und jeden führte zu Hektik. Die Heimmannschaft hatte ebenfalls noch drei dicke Chancen, doch zwei mal verhinderte erneut eine Spielerin auf der Linie den Rückstand und einmal musste der Pfosten für die schon geschlagene Keeperin halten. So blieb es am Ende beim neutral betrachtet leistungsgerechten Unentschieden, wenngleich sich beide Teams auch nicht über eine Niederlage hätten beschweren dürfen. "Wenn wir etwas mehr Glück, nein, etwas weniger Pech bei unseren Chancen haben, kann Bremen hier auch 1:4 vom Platz gehen, im Gegenzug können wir uns bei Sophie Borkel im Tor bedanken, dass wir nicht mit 2 Toren Unterschied verlieren" faßt Trainer Dose das Spiel zusammen. Leider kam es während und im Anschluss an die Partie noch zu einigen unsportlichen Äußerungen, was die Dramatik der Partie noch mal hervorhob. Mit etwas Abstand betrachtet werden da beide Teams hoffentlich drüber lachen können und sich jetzt schon mal auf ein spannendes Rückspiel in Bremen freuen.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Schreiner, Rausch,  Kliemchen,  K. Martens, Gienapp, Egbring, Klooß, Führer,  Mattes, Deicke,  Kappus (1 Tor), Cordes, Stritz

POKALFINALE
MTHC - Horn Hamm 5:6 n. 7m (1:1, 2:2)

Lange Gesichter gab es auf Seiten der als Favorit in die Partie gegangenen MTHC Damen nach dem verlorenen 7m Schießen. Dabei hatte alles so gut begonnen. Die Regionalligisten begannen druckvoll und kamen schon nach gut 8 Minuten zur 1:0 Führung durch Valerie Borkel, doch den Bruchteil einer Sekunde zuvor hatte die Schiedsrichterin auf Strafecke für MTHC entschieden und diesen Vorteil übersehen. Dennoch gelang Janna Cordes wenig später die verdiente Führung. Man spielte gut, Horn Hamm kam gar nicht zur Entfaltung, alles sah nach einem gemütlichen Sieg aus. Doch wie schon so oft in der Feldrunde stellten die Führenden dann plötzlich das Spielen ein und bettelten praktisch um den Ausgleich. So kam der Oberligist vom Stadtpark durch einen Stecher zum Ausgleich, bei dem Torhüterin Borkel keine gute Figur machte. Nun besann sich der MTHC wieder, machte Druck und kam zu Chancen und Ecken, die jedoch ungenutzt blieben. Schock dann gegen Ende der 1. Halbzeit, als die gut aufgelegte Janna Cordes eine unglücklich abgefälschte Kugel ins Gesicht bekam und nicht mehr weiter spielen konnte. Die Halbzeitpause wurde von beiden Trainern genutzt, ihre Mädels noch mal heiß zu machen und so sahen die überraschend vielen Zuschauer eine muntere 2. Hälfte, bei der Marienthal zwar weiterhin die spielbestimmende Mannschaft war, die Kugel jedoch nicht im Gehäuse unterbringen konnte. Als Kathrin Martens dann trocken vom Kreisrand ins rechte Eck zur 2:1 Führung einschrubbte, wähnte man sich erneut auf der Siegerstraße. Doch dieses Mal nutze Horn Hamm einen schweren individuellen Abwehrfehler aus, um auszugleichen. Marienthal warf jetzt noch mal alles nach vorne, bekam weitere Ecken zugesprochen und auch zu Chancen aus dem Feld, wobei Katharina Kappus Pfostenknaller sicherlich die dickste Gelegenheit war. Am Ende blieben diese alle ungenutzt und das 7m Schießen musste über den Pokalsieg entscheiden. Hierbei hatte Horn Hamm bei auf beiden Seiten sehr schwachem Schußniveau das Quäntchen Glück mehr und durfte so feiern. Tränen gab es dabei vor allem von Torhüterin Borkel, die einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. "Heute sollte es einfach nicht sein. Allein das Eckenverhältnis von 8:0 für uns zeigt, wer das Spiel in der Hand hatte. Dazu das nicht gegebene Tor, der Pfostenknaller und 2. Gegentore nach schweren Individualfehlern... Abhaken. Horn Hamm hat gekämpft und in den richtigen Momenten das nötige Glück gehabt und somit verdient gewonnen." ließ sich Coach Dose zitieren, während Betreuer Hans Barth hoffte, dass es ob dieser Niederlage keinen Psychoknacks vor dem wichtigen Spiel am nächsten Tag gegen Bremen gibt.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Schreiner, Gnekow,  Kliemchen,  K. Martens (1 Tor), Gienapp, Zerck, Klooß, Führer,  Woik, Zörnig, Kappus, Cordes (1), V. Borkel

MTHC - TG Heimfeld 3:1 (0:0)

Eine zähe Partie bekamen die Zuschauer bei bestem Sommerwetter in Marienthal zu sehen. Anders als im Pokalhalbfinale, das einige Marienthaler Mädels unbewusst wohl noch im Hinterkopf hatten, setzte Heimfeld die Gastgeberinnen mit Pressing unter Druck, was dem MTHC Aufbau zwar keine ernsthaften Probleme machte, aber schnell zu einer hohen Frustration führte. Im Gegenzug verpuffte die MTHC Taktik, da Heimfelds lang geschlagenen Bälle eher ausgewichen wurde, als dass man ernsthaft versuchte, sie abzufangen. So kamen die Gäste dann auch das ein oder andere Mal vor und auch in den MTHC Kreis, ohne jedoch Sophie Borkel im Heimtor zu prüfen, mit Ausnahme einer scharf geschlagenen argentinischen Rückhand, die jedoch über das Tor ging. Die Hausdamen zeigten sich in dieser Beziehung etwas konsequenter und erspielten sich unter anderem ein paar Strafecken, von denen gleich die erste in einem Pfostenschuss von Anika Martens endete. Das Halbzeitergebnis von 0:0 war dann leistungsgerecht, aus Marienthaler Sicht aber viel zu wenig. Nach der Halbzeitansprache übernahmen dann die Gastgeberinnen auch mehr und mehr die Kontrolle des Geschehens, das erste Tor des Tages fiel aber auf der anderen Seite: Bei der ersten Gäste - Chance in der zweiten Hälfte setzte die Heimfelder Stürmerin zu einem wuchtigen Schlag an, der seinen Weg über die Keeperin ins Netz fand. 0:1, nicht unverdient, aber sicherlich glücklich. Doch Marienthal begann nun endlich sich zu wehren, fing die langen Schläge früh ab und schnürte die Gäste in deren Hälfte ein. Einen schön vorgetragenen Konter über Kathrin Martens schloss Katharina Kappus dann gekonnt zum Ausgleich ab, ehe nur wenig später Janna Cordes einen ihrer zahlreichen Flankenläufe überlegt auf die am Pfosten lauernde Pauline Woik ablegte, die somit mit ihrem ersten Pflichtspieltor im ersten Spiel die Führung herstellte. Heimfeld war merklich geschockt und man sah ihnen auch deutlich die schwindenden Kräfte an, so dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt eigentlich entschieden war. MTHC ließ dennoch nicht locker und kam durch Marit Stritz aus dem Gewühl heraus zum verdienten 3:1 Endstand. Caoch Dose wunderte sich am Ende trotz der Freude über den Sieg zusammen mit seiner Mannschaft, warum seine Damen offensichtlich immer erst einen "Tritt in den Allerwertesten" brauche, um ihre Leistung abzurufen.

MTHC: S. Borkel, A. Martens,  Steppat, Schreiner, Gnekow,  Kliemchen,  K. Martens, Gienapp, Egbring, Klooß,  Stritz (1 Tor), Führer,  Woik (1), Kappus (1), Cordes, V. Borkel

UHC 2 - MTHC 5:3 (3:1)

Eigentlich war diese Partie schon nach 10 Minuten entschieden. Mit 3:0 führten die Hausdamen zu diesem Zeitpunkt, als sich MTHC Coach Dose für eine Auszeit entschied. Seine Damen sollten sich nicht weiter damit beschäftigen, dass zweien der drei Gegentore klare, aber ungeahndete  Regelverstöße vorangingen, das taktische Konzept sowie den Mann mit den Händen in den Taschen vergessen und einfach "Instinkthockey" spielen. Direkt im Anschluss an diese Auszeit gelang ein gut vorgetragener Angriff und gab den Gästen Auftrieb. Als Katharina Kappus dann einen Freischlag am Kreis schnell auf die freistehende Kathrin Martens passte, die mit einem satten Torschuss die Heimkeeperin zum Anschlusstreffer überwand, keimte Hoffnung im Gästeteam auf, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Halbzeit 2 begann dann jedoch ersteinmal wieder mit einem Dämpfer für die Gäste. Mit einem Eckennachschuss durch die Beine von der an diesem Tag das Tor hütenden Fabienne Zwein erhöhten die stets gefährlichen Gastgeberinnen auf 4:1. Nahezu im Gegenzug verwandelte Anika Martens ebenfalls einen Eckennachschuss zum erneuten Anschlusstreffer, so dass die eigentlich seit der 10. Minute entschiedene Partie weiterhin spannend blieb. Auch das 5:2 durch den UHC, die einen Konter im leeren Tor versenken konnten, entmutigte die Marienthaler Damen an diesem Tag nicht. Kurz vor dem Ende gelang dann Vivien Führer mit einem Eckenstecher das achte Tor des Tages zum 5:3 Endstand. Nach dem Spiel konnte Betreuer Hans Barth mit aller Berechtigung stolz auf die Leistung seines Teams sein, dass sich trotz aller Widrigkeiten  nicht hat unterkriegen lassen. Trainer Dose wollte die Leistung der Schiedsrichter ebenso wenig kommentieren wie sein Gegenüber Marc Herbert, der Marienthal aber wiederum eine starke Leistung attestierte. "Die UHC Damen sind eine sehr gute Mannschaft und stehen zu Recht als Tabellenführer da, aber mit unserer heutigen Leistung hätten wir ein Unentschieden verdient gehabt" lässt sich Dose vielsagend zitieren.

MTHC: Zwein A. Martens (1 Tor), Steppat, Rausch, Schmidt,  Kliemchen,  K. Martens (1),, Gienapp, Ju. Grützmacher, Klooß,  Deicke, Führer (1), Kappus, Cordes, Zerck.

 

POKAL - Viertelfinale
SC Victoria - MTHC 0:2 (0:1)

Zur ungeliebten Zeit am Freitag Abend fand das Pokalspiel zwischen dem Oberligaspitzenreiter Victoria und dem Regionalligisten MTHC statt auf dem Kunstrasen am Hemmingstedter Weg statt. Auf dem selben Platz unterlagen die Gäste im letzten Halbfinale des Wettbewerbs Flottbek, sie waren also gewarnt und begannen entsprechend konzentriert mit einer defensiveren Spielausrichtung. Victoria gefiel mit einigen schönen Kombinationen im Aufbauspiel, scheiterte aber letztendlich immer an der gut stehenden MTHC Abwehr. Marienthal konterte gefährlich und übte sich ansonsten in taktischer Disziplin. Bei einem dieser Konter konnte sich Janna Cordes so gut in Stellung bringen, dass sie mit der argentinischen Rückhand spektakulär im Fallen abziehen konnte. Den strammen und vor allen Dingen platzierten Schuss konnte Victorias Schlussfrau nicht parieren, so dass die Gäste mit einer als verdient einzustufenden 1:0 Führung in die Halbzeit gingen. In Durchgang zwei das gleiche Bild, Victoria musste das Spiel gestalten und kam sogar zu zwei Torchancen, die Sophie Borkel im Tor jedoch routiniert zu entschärfen wusste. Ansonsten bissen sich die Gastgeberinnen in der Regel weiterhin die Zähne an der MTHC Defensive aus. Gegen Mitte der 2. Halbzeit merkte man auch, dass Victoria dem Umstand konditionell Tribut zollte, dass sie nur eine Auswechselspielerin hatten, denn Marienthal begann nun auch selber das Heft in die Hand zu nehmen und sich in der Victoria Hälfte festzusetzen. Einen der zahlreichen Freischläge am Kreis fälschte dann Vivien Führer sehenswert mit einem Stecher unter die Latte zum 2:0 Endstand ab. Die faire Partie wurde dann von den beiden guten Schiedsrichtern (es waren keine Verbandsschiedsrichter gekommen) beendet und Marienthal darf sich weiter Hoffnungen auf ein Preisgeld machen.

MTHC: S. Borkel, A. Martens, Rausch, Barth,  Kliemchen,  K. Martens, Gienapp, Ju. Grützmacher, Klooß,  Deicke, Führer (1 Tor), Kappus, Cordes (1), Zerck.

MTHC - Hannover 78 1:3 (0:0)

Kurz vor dem Spiel bot 78 Trainer Wiebe dem Heimcoach Dose scherzhaft eine Punkteteilung an, die dieser ob der guten Leistung des Vortages jedoch gewissenhaft ablehnen konnte. Das Spiel, dieses mal wieder von 2 Verbandsschiedsrichtern geleitet, bewegte sich auf eher schwachem Niveau, was angesichts der Belastung eines Doppelwochenendes nicht sehr überraschend war. Auf beiden Seiten entwickelte sich kein wirklicher Spielfluss, obwohl beide Teams sich redlich um ein schnelles Spiel bemühten. Wenn das von den Unparteiischen mal nicht zurückgepfiffen oder unterbrochen wurde, entwickelten sich durchaus auch Chancen auf beiden Seiten, die jedoch in Hälfte 1 allesamt ungenutzt blieben. Die Stimmung auf dem Platz und auch innerhalb der MTHC Mannschaft lies aber für die zweite Halbzeit nichts Gutes erahnen. Marienthal erkämpfte sich zwar ein leichtes Übergewicht, zeigte sich am heutigen Tag jedoch wenig gefährlich im Schusskreis. 78 gelang dann nach einem Konter die zwar überraschende, aber nicht unverdiente Führung. Während die Gastgeberinnen auf Grund einer gelben Karte gegen Coach Dose in Unterzahl agieren mussten, wurde Janna Cordes im Schusskreis gefoult. Den fälligen 7m verwandelte Kathrin Martens gewohnt sicher zum Ausgleich. Dieser hielt aber nicht lange, denn erneut gelang den Hannoveranerinnen nach einem Konter, bei dem die MTHC Abwehr nicht gut aussah, die Führung mit einem "Schmuddelball" durch die Schienen von Borkel. MTHC setzte alles auf eine Karte und erhöhte den Druck durch eine zusätzliche Offensivspielerin und kam so zu einer von insgesamt erneut 5 Strafecken, die jedoch ungenutzt blieb. Und obwohl der fällige Eckenkonter der Gäste schon unterbrochen war, stand Marienthals Defensive so unorganisiert, dass der nicht mal schnell ausgeführte Gästefreischlag über 4 Stationen zur völlig verwaist stehenden Stürmerin gelangte, die dann zum umjubelten 3:1 Endstand ins leere Tor einschob. Während Marienthal noch mit den "wie ferngesteuert auf jedes Zurufen pfeifenden" Schiedsrichtern haderte, freute sich 78 über einen in der Summe verdienten Sieg gegen Hamburg.

MTHC: S. Borkel, A. Martens, Steppat, Rausch, Barth,  Kliemchen, Ja. Grützmacher, K. Martens (1 Tor), Gienapp, Schlegel, Klooß,  Deicke, Führer, Kappus, Cordes, V. Borkel.

 

MTHC - Alster 2 3:1 (2:0)

Mit dem schnellsten Saisontor stellte Katharina Kappus bereits nach 34 Sekunden die Weichen auf Sieg gegen die Alster - Damen. Dem fein heraus gespielten Führungstreffer folgte eine Phase der Dominanz und Spielkontrolle, wie man es auf Marienthaler Seite angesichts des am Abend vorher stattgefundenen MTHC Oktoberfestes eher nicht erwartet hatte. Auch deshalb nahm Gästecoach Frucht schon nach wenigen Minuten eine Auszeit. Deren Wirkung verpuffte allerdings, als Janna Cordes einen Pfostenschuss von Kappus vor den Schläger bekam und eiskalt zum 2:0 vollendete. Auf der Gegenseite hielt sich Sophie Borkel schadlos, obwohl sie das ein oder andere Mal eingreifen musste, wenn die teilweise große individuelle Klasse der Bundesligareserve des Club an der Alster aufblitze. In der 2. Hälfte stelle Alster dann auf Manndeckung um, was den Spielfluss der Gastgeberinnen etwas bremste, jedoch nicht zu Ladehemmungen führte. Die erste Strafecke verwandelte erneut Cordes mit einem schlanken Direktschlag unhaltbar zur 3:0 Führung. Alsters Ehrentreffer fiel dann nach einem nicht geahndeten Fußspiel der Alster Stürmerin. Das blieb aber aus MTHC Sicht der einzige Aufreger des Spiels, das von den Schiedsrichtern Studemund und MTHC Herrentrainer Oliver Melchert geleitet wurde, der für den nicht gekommenen Verbandsschiedsrichter einsprang. Am Ende freute man sich über 3 verdiente Punkte nach einem guten Spiel mit der Erkenntnis, dass Feiern vorm Spiel nicht immer schlecht sein muss.

MTHC: S. Borkel, A. Martens, Steppat,  Barth,  Kliemchen, Rausch, K. Martens, Gienapp, Schlegel, Klooß,  Deicke, Führer, Kappus (1 Tor), Cordes (2), V. Borkel.

DHC Hannover - MTHC 0:1 (0:0)

Ein verdienter Sieg gelang den Gästen aus Hamburg - Marienthal beim DHC Hannover. DHC trat aufgrund einer Hochzeit ersatzgeschwächt und nur mit 12 Spielerinnen an, was bei den warmen Spätsommertemperaturen eindeutig ein Nachteil werden sollte. Marienthal hingegen musste im Vergleich zum 1. Spiel auf die Flügelspielerinnen Mattes und Führer verzichten. Die Gäste zeigten sich hoch motiviert und gewillt, die unnötige Auftaktniederlage vergessen zu machen. Insbesondere über die Außenverteidigerpositionen gelangten immer wieder schöne Angriffe in den DHC Kreis, wo sich aber das Manko der Hamburgerinnen erneut offenbarte: Es werden einfach zu viele Chancen ungenutzt liegengelassen. Alleine drei Strafecken in der ersten Hälfte blieben ohne zählbares Ergebnis, wenngleich Anika Martens Eckennachschuss nur denkbar knapp am Gehäuse der Gastgeberinnen vorbeizischte. Auf der Gegenseite blieb Torhüterin Borkel ohne Ballkontakt. In Halbzeit zwei dominierten die Marienthalerinnen weiterhin das Geschehen und wurden nach einem Freistoß endlich belohnt. Janna Cordes fälschte die harte Hereingabe unhaltbar zum 1:0 ab. Der DHC konnte an diesem Tag dem sicher stehenden Defensivverbund der Hamburger nichts entgegensetzen und die ersten Stürmerinnen schüttelten ob ihrer wenigen Ballkontakte schon die Köpfe. Einzig eine Strafecke sorgte auf der Gästeseite noch mal für Sorgenfalten, auch sie blieb aber ohne Eingreifen des Torhüters ungefährlich. MTHC ließ nun den Ball geschickt durch die eigenen Reihen laufen und erspielte sich weitere Freistöße in Kreisnähe und Strafecken, ohne den Sack aber zumachen zu können. Das gelang dann vermeintlich in der letzten Spielminute, als Elisa Deicke eine Hereingabe von Katharina Kappus zum 2:0 vollendete. Der Schiedsrichter - und nur der Schiedsrichter - hatte aber vorher einen Rempler von Sturmpartnerin Cordes gesehen und gab das Tor deshalb nicht. Zu großen Diskussionen kam es dann aber gar nicht mehr, da das Match wenige Sekunden später abgepfiffen wurde. "Hauptsache 3 Punkte" haderte Betreuer Hans Barth nicht lange mit den vergebenen Chancen, sondern freute sich über den Sieg im Auswärtsspiel.

MTHC: S. Borkel, A. Martens, Steppat, Schmidt, Barth,  Kliemchen, Ja. Grützmacher, K. Martens, Gienapp, Schlegel, Klooß,  Deicke, Kappus, Cordes (1 Tor), V. Borkel.

 

MTHC - Bremer HC 0:1 (0:0)

Nach dem Abpfiff sah man auf Marienthaler Seite nur hängende Gesichter. Eigentlich hatte man alles richtig gemacht - nur das Entscheidende, das Toreschießen, das hatte man nicht geschafft. So feierte sich dann der Aufsteiger aus Bremen für seinen 1. Sieg in der Regionalliga, nachdem sie tags zuvor dem UHC noch unterlegen waren.
Das Spiel begann mit 15 Minuten Verspätung, da einer der Schiedsrichter sich in der Zeit geirrt hatte. Marienthal kontrollierte das Spiel über weite Strecken und kam durch geschickte Seitenwechsel immer wieder durch den dichten 4er Mittelfeldverband der Bremer nach vorne. Janna Cordes hätte nach einem feinen Dribbling, als sie über die linke Seite in den Kreis eindrang und sogar den Torwart ausspielte das 1:0 schon nach einigen Minuten machen müssen. Ihren Torschuss aus 1m Entfernung konnte eine Bremer Abwehrspielerin dann aber auf der Linie parieren. Eigentlich unfassbar! MTHC setzte nach und kam zu einer Strafecke, die Kathrin Martens aber nicht verwerten konnte. Auf der Gegenseite ließ die MTHC Defensive nicht viel zu, nur ein mal musste Sophie Borkel eingreifen, als sie mit einem starken Reflex das 1:0 der Gäste verhinderte. Nach der Halbzeit das gleiche Bild. Das Heimteam drückte und kam schon nach wenigen Minuten zur 1:0 Führung durch Katharina Kappus, die eine Vorarbeit von K. Martens in Netz wuchtete. Erlösung auf der Bank, denn Marienthal ließ nun keineswegs nach, sondern ging konsequent auf das 2:0. In dieser Drangphase passierte dann das Unvermeidliche. Nach einem nicht geahndeten "Stick over Head" der Bremerinnen verlor das Heimteam die Kugel am gegnerischen Kreis und musste dann mit ansehen, wie der Aufsteiger den fälligen Konter mustergültig zum Ausgleich abschloss. Damit nicht genug. Nach 3 weiteren vergebenen Ecken, von denen 2 Stechervarianten denkbar knapp über das BHC Gehäuse flogen, luden die Gastgeberinnen ihre Gegner auch mal zum Eckenschießen ein. Überhastet und ohne Not schlug eine Abwehrspielerin die Kugel hoch und gefährlich aus dem eigenen Kreis. Die fällige Strafecke wurde abgefangen und dann erneut ohne Not gefährlich aus dem Kreis geschlagen. Die daraus resultierende Ecke verwandelte Bremen dann mit einem feinen Schlenzer unter die Latte. MTHC erhöhte nach dieser glücklichen Führung der Gäste nochmals den Druck und kam alleine in den letzten 8 Minuten auf 3 weitere Strafecken, die aber allesamt ungenutzt blieben. "Am Ende eine bittere, weil unnötige Niederlage, unsere Chancenverwertung war heute eine einzige Katastrophe. 7:3 Ecken sagt mal wieder alles" war Coach Dose enttäuscht über das Ergebnis. Nicht jedoch über die Spielweise seiner Mannschaft, bei der man jedoch "deutlich sehen konnte, wer in der Vorbereitung voll mitgezogen hat, und wer da noch einiges aufholen muss".

MTHC: S. Borkel, A. Martens, Steppat, Schmidt, Kliemchen, Ja. Grützmacher, K. Martens, Gienapp, Schlegel, Führer, Klooß´, Mattes, Deicke, Kappus (1 Tor), Cordes, V. Borkel.